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Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung von FOYB durch Unternehmen · Stand: Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der foyb und hostoo Vertriebsgesellschaft mbH, Joseph-von-Fraunhofer-Str. 3, 86551 Aichach („Anbieter“) und ihren Kunden über die Nutzung der Software FOYB als Software as a Service („FOYB“) sowie die damit verbundenen Leistungen.
- Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen („Kunde“). Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
- Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt. Das gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis solcher Bedingungen Leistungen vorbehaltlos erbringt.
- Individuelle Vereinbarungen, insbesondere in einem Angebot oder Bestellformular, haben Vorrang vor diesen AGB.
§ 2 Vertragsschluss und Vertragsbestandteile
- Die Darstellung von FOYB auf der Website, in Produktdemos und in Präsentationen ist kein verbindliches Angebot.
- Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung des Kunden – etwa die Annahme eines Angebots oder ein unterzeichnetes Bestellformular – in Textform bestätigt oder den Zugang zu FOYB freischaltet.
- Bei Widersprüchen gelten die Vertragsbestandteile in folgender Rangfolge: das Angebot oder Bestellformular, der Vertrag über die Auftragsverarbeitung, diese AGB, die Leistungsbeschreibung des gewählten Pakets unter foyb.de/preise.
§ 3 Leistungen des Anbieters
- Der Anbieter stellt dem Kunden FOYB für die Vertragslaufzeit zur Nutzung über das Internet bereit. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Paket (Starter, Business oder Enterprise) und der bei Vertragsschluss gültigen Leistungsbeschreibung.
- FOYB wird auf Servern betrieben, die der Anbieter betreibt oder in seinem Auftrag betreiben lässt. Übergabepunkt ist der Ausgang des Rechenzentrums zum Internet. Für die eigene Internetverbindung, die Endgeräte und einen aktuellen Browser ist der Kunde verantwortlich.
- Der Anbieter entwickelt FOYB laufend weiter. Er darf Funktionen ändern, ersetzen oder ergänzen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist und die wesentlichen Funktionen des vereinbarten Pakets erhalten bleiben. Wesentliche Änderungen kündigt er rechtzeitig vorher an.
- Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit von FOYB. Ausgenommen sind geplante Wartungsarbeiten, die nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und vorab angekündigt werden, sowie Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, insbesondere höhere Gewalt und Störungen von Netzen Dritter. Eine bestimmte Verfügbarkeit ist nur geschuldet, wenn sie individuell vereinbart wurde.
- Der Anbieter leistet Support per E-Mail an info@foyb.de, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Bayern. Im Paket Enterprise steht zusätzlich eine persönliche Ansprechperson zur Verfügung. Einrichtung, Datenübernahme und Schulungen schuldet der Anbieter nur, soweit sie im Paket enthalten oder gesondert vereinbart sind.
§ 4 Nutzer und Zugangsdaten
- Nutzer ist jede natürliche Person, für die im Rahmen des Vertrags ein eigener Zugang zu FOYB eingerichtet ist. Zugänge sind personengebunden und dürfen nicht von mehreren Personen gemeinsam verwendet werden. Die Übertragung eines Zugangs auf eine andere Person, etwa beim Ausscheiden von Beschäftigten, ist zulässig.
- Der Kunde kann jederzeit weitere Nutzer hinzufügen. Diese werden ab ihrer Einrichtung für den laufenden Abrechnungszeitraum anteilig berechnet. Eine Verringerung der Nutzerzahl wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam.
- Der Kunde hält die Zugangsdaten geheim, schützt sie vor dem Zugriff Dritter und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn Anhaltspunkte für einen Missbrauch bestehen.
§ 5 Nutzungsrechte und Kundendaten
- Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht ein, FOYB für eigene geschäftliche Zwecke durch die vereinbarte Zahl von Nutzern zu verwenden.
- Der Kunde darf FOYB nicht vervielfältigen, bearbeiten, zurückentwickeln oder Dritten zur Verfügung stellen, soweit dies nicht gesetzlich zwingend erlaubt ist (§§ 69d, 69e UrhG). Automatisierte Massenabfragen sowie Last- und Sicherheitstests sind nur nach vorheriger Zustimmung des Anbieters zulässig.
- Alle Daten, die der Kunde in FOYB erfasst oder hochlädt („Kundendaten“), bleiben beim Kunden. Der Anbieter verwendet sie ausschließlich zur Erfüllung des Vertrags.
§ 6 Pflichten des Kunden
- Der Kunde ist für die Inhalte und die Rechtmäßigkeit der von ihm in FOYB verarbeiteten Daten verantwortlich, insbesondere für personenbezogene Daten seiner Beschäftigten, Kunden und Geschäftspartner.
- Der Kunde nutzt FOYB nicht für rechtswidrige Zwecke und lädt keine Schadsoftware oder Inhalte hoch, die Rechte Dritter verletzen.
- FOYB unterstützt bei Zeiterfassung, Personalverwaltung, Rechnungsstellung und Buchhaltung, ersetzt aber keine Rechts-, Steuer- oder Lohnberatung. Für die Einhaltung gesetzlicher Pflichten, etwa zur Arbeitszeiterfassung und zur steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrung, bleibt der Kunde verantwortlich.
§ 7 Preise und Zahlung
- Es gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten Preise, andernfalls die Preise unter foyb.de/preise. Alle Preise verstehen sich netto pro Nutzer und Monat zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
- Bei jährlicher Zahlung gewährt der Anbieter einen Rabatt von 15 % auf den monatlichen Preis.
- Die Vergütung ist für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (Monat oder Jahr) im Voraus zu zahlen und innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug fällig. Rechnungen werden elektronisch übermittelt.
- Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, darf der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung in Textform mit angemessener Frist sperren, bis die fälligen Beträge bezahlt sind. Die Pflicht zur Zahlung der Vergütung bleibt davon unberührt.
- Der Anbieter kann die Preise mit einer Ankündigungsfrist von 6 Wochen in Textform zum Beginn eines neuen Abrechnungszeitraums anpassen. Während einer laufenden Jahreslaufzeit bleiben die vereinbarten Preise unverändert. Bei einer Preiserhöhung kann der Kunde den Vertrag zum Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens kündigen.
- Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.
§ 8 Laufzeit, Paketwechsel und Kündigung
- Bei monatlicher Zahlung läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit. Er kann von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
- Bei jährlicher Zahlung beträgt die Laufzeit zwölf Monate. Sie verlängert sich jeweils um weitere zwölf Monate, wenn der Vertrag nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der jeweiligen Laufzeit gekündigt wird.
- Ein Wechsel in ein umfangreicheres Paket ist jederzeit möglich; der höhere Preis gilt ab dem Wechsel. Ein Wechsel in ein kleineres Paket wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam.
- Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde mit der Zahlung von mehr als zwei Monatsvergütungen in Verzug ist oder trotz Abmahnung erheblich gegen § 5 oder § 6 verstößt.
- Kündigungen bedürfen der Textform; eine E-Mail genügt.
§ 9 Daten bei Vertragsende
- Der Kunde kann seine Daten während der Vertragslaufzeit jederzeit exportieren.
- Nach Vertragsende hält der Anbieter die Kundendaten noch 30 Tage für einen Export bereit und löscht sie anschließend, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Für die rechtzeitige Sicherung seiner Daten ist der Kunde selbst verantwortlich.
§ 10 Datenschutz und Vertraulichkeit
- Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag über die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Der Anbieter verarbeitet diese Daten nur auf dokumentierte Weisung des Kunden.
- Beide Seiten behandeln alle vertraulichen Informationen der jeweils anderen Seite, die ihnen im Rahmen des Vertrags bekannt werden, auch über das Vertragsende hinaus vertraulich.
- Der Anbieter nennt den Kunden nur mit dessen vorheriger Zustimmung als Referenz.
§ 11 Mängel
- Der Anbieter stellt FOYB in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand bereit und erhält es in diesem Zustand. Es gelten die gesetzlichen Vorschriften des Mietrechts, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist.
- Der Kunde meldet Mängel unverzüglich in Textform mit einer nachvollziehbaren Beschreibung. Der Anbieter beseitigt Mängel innerhalb angemessener Frist; er kann dazu auch eine zumutbare Umgehungslösung bereitstellen.
- Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen.
§ 12 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz, bei arglistig verschwiegenen Mängeln und im Umfang einer übernommenen Garantie.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
- Der Anbieter sichert die Kundendaten regelmäßig. Für den Verlust von Daten haftet er bei leichter Fahrlässigkeit nur nach Absatz 2 und nur in Höhe des Aufwands, der für die Wiederherstellung aus der letzten Datensicherung erforderlich ist.
- Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Beschäftigten und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 13 Änderungen dieser AGB
- Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies wegen geänderter Gesetze oder Rechtsprechung oder wegen der Weiterentwicklung von FOYB erforderlich ist und das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht berührt wird. Er teilt die Änderungen mindestens 6 Wochen vor ihrem Inkrafttreten in Textform mit.
- Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Widerspricht der Kunde, gelten die bisherigen AGB fort; beide Seiten können den Vertrag dann ordentlich kündigen.
§ 14 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Der Anbieter ist berechtigt, auch am Sitz des Kunden zu klagen.
- Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform.
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
Stand: Oktober 2026 · foyb und hostoo Vertriebsgesellschaft mbH